Die Initiative Grundeinkommen Potsdam verfolgt das Ziel, in der Stadt, wo Toleranz Tradition hat, dem Bedingungslosen Grundeinkommen einen Schritt näher zu kommen. Wir wollen praktische Erfahrungen sammeln, für die Einführung des BGE auf nationaler und internationaler Ebene. Bekanntlich lernt der Mensch am nachhaltigsten durch Versuch und Fehler. Wer eine positive Einstellung zum BGE hat und uns auf diesem Weg begleiten will, sollte hier ab und zu mal reinschauen!
Samstag, 27. Oktober 2012
Geben ja, gerne - aber einfach nur Nehmen?
Schräg gegenüber der Stadtschlossbaustelle fand heute der 4. Geben und Nehmen Markt Potsdam statt. Vor Ort haben wir Besucher gefragt, ob sie schon einmal vom bedingungslosen Grundeinkommen gehört haben. Bis auf einen jungen Vater mit Kleinkind, wußten alle Besucher was gemeint ist. Und so entwickelten sich rasch, trotz ungemütlicher Temperaturen, einige sehr intensive Gespräche über dieses hoch aktuelle Thema.
Nach fast zwei Stunden waren auch wir ziemlich durchgefroren und zogen bei einem heißen Tee in einer warmen Stube erstmal Zwischenbilanz: Erstaunt hat uns die Offenheit und Freundlichkeit, mit der uns die Besucher auf Fragen antworteten. Lediglich eine edel gekleidete Frau, mit großem Rollkoffer und suchendem Blick, wies uns schroff ab, da sie sich entweder gestört oder ertappt fühlte, wie sie nach einem Schnäppchen Ausschau hielt. Eilig schnappte sie das Objekt ihrer Begierde und verließ fluchtartig den Platz.
Und trotzdem, zu Nehmen scheint wohl den meisten Menschen um einiges schwerer zu fallen als zu Geben. Das ist das zweite Fazit unserer heutigen Befragung. Wir sind gespannt auf weitere Begnungen mit Potsdams Einwohnern zum Thema Grundeinkommen und Gesprächen über das Geben und Nehmen.
Und wie ist Ihre Haltung zum Thema Geben und Nehmen?
Enno Schmidt über Grundeinkommen und Vollidioten in der Schweiz
Im Sommer erklärt Enno Schmidt, warum es heute eigentlich nicht mehr ohne ein Grundeinkommen vorangehen kann, in einer global so eng vernetzten Welt.
Worin besteht der Kulturimpuls des bedingungslosen Grundeinkommens?
Worin besteht der Kulturimpuls des bedingungslosen Grundeinkommens?
Samstag, 20. Oktober 2012
Eine Krönung ganz anderer Art…
...stellt das folgende Zitat dar:
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“
Jean-Claude Juncker, Luxemburgischer Premierminister, 1999
Ein Potsdamer Beispiel ist der Neubau des Stadtschlosses in privat-öffentlicher Partnerschaft (PPP). Der damalige brandenburgische Finanzminister Speer unterzeichnete 2009 einen Vertrag mit dem Baukonzern BAM Deutschland. Dieser legt fest, dass aus den ursprünglich veranschlagten Baukosten in Höhe von 120 Mio. nach 30 Jahren 270 Mio. Euro werden, die der Brandenburgische Steuerzahler zu zahlen hat. An dem Beispiel wird deutlich, welchen Stellenwert Wahrhaftigkeit in der Politik heute hat.
siehe hier:
http://www.ppp-projektdatenbank.de/index.php?id=27&tx_ppp_controller_searchmap[projectId]=230&tx_ppp_controller_searchmap[action]=showProject
Wo bleibt da eigentlich unser Geschrei?
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“
Jean-Claude Juncker, Luxemburgischer Premierminister, 1999
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| Baustelle Stadtschloss im September 2007 |
Ein Potsdamer Beispiel ist der Neubau des Stadtschlosses in privat-öffentlicher Partnerschaft (PPP). Der damalige brandenburgische Finanzminister Speer unterzeichnete 2009 einen Vertrag mit dem Baukonzern BAM Deutschland. Dieser legt fest, dass aus den ursprünglich veranschlagten Baukosten in Höhe von 120 Mio. nach 30 Jahren 270 Mio. Euro werden, die der Brandenburgische Steuerzahler zu zahlen hat. An dem Beispiel wird deutlich, welchen Stellenwert Wahrhaftigkeit in der Politik heute hat.
siehe hier:
http://www.ppp-projektdatenbank.de/index.php?id=27&tx_ppp_controller_searchmap[projectId]=230&tx_ppp_controller_searchmap[action]=showProject
Wo bleibt da eigentlich unser Geschrei?
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Freitag, 12. Oktober 2012
Krönung in Sanssouci Neujahr 2010
„Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?“
Das fragten wir Besucher vor Schloss Sanssouci am ersten Tag des Jahres 2010.
Und wie wäre Ihre Antwort auf diese Frage?
Toleranz in Potsdam
Das Toleranzedikt von 1685 durch den Großen Kurfürsten erfuhr 2008 eine Neuauflage in Potsdam.
Zitat:
„Toleranz schafft Integration. Die Nichtachtung anderer Menschen führt zu Ausgrenzung und Verletzung. Im Bewusstsein, dass niemand von uns missachtet werden will, wollen wir Voraussetzungen für die Integration aller Einwohner unserer Stadt schaffen. Alle Einwohner heißt, keinen Unterschied zu machen zwischen Herkunftsland, Ost-West, Hautfarbe oder Religion. Zur Stadtbürgerschaft gehören auch die Kinder und Jugendlichen.“
Zitat:
„Toleranz schafft Integration. Die Nichtachtung anderer Menschen führt zu Ausgrenzung und Verletzung. Im Bewusstsein, dass niemand von uns missachtet werden will, wollen wir Voraussetzungen für die Integration aller Einwohner unserer Stadt schaffen. Alle Einwohner heißt, keinen Unterschied zu machen zwischen Herkunftsland, Ost-West, Hautfarbe oder Religion. Zur Stadtbürgerschaft gehören auch die Kinder und Jugendlichen.“
Soweit die Ankündigung 2008. Inzwischen haben wir das Jahr 2012. Da darf wohl die Frage erlaubt sein, wie aus Worten Taten werden?
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BGE im Film als Pilotprojekt
Das Grundeinkommen ist international unter dem Kürzel BIG (Basic Income Grant) bekannt. Der folgendende Film gibt Auskunft über ein Pilotprojekt in einem namibischen Dorf namens Otjivero.
Warum soll, was in Afrika möglich ist, in Potsdam nicht auch möglich sein?
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