Die Initiative Grundeinkommen Potsdam verfolgt das Ziel, in der Stadt, wo Toleranz Tradition hat, dem Bedingungslosen Grundeinkommen einen Schritt näher zu kommen. Wir wollen praktische Erfahrungen sammeln, für die Einführung des BGE auf nationaler und internationaler Ebene. Bekanntlich lernt der Mensch am nachhaltigsten durch Versuch und Fehler. Wer eine positive Einstellung zum BGE hat und uns auf diesem Weg begleiten will, sollte hier ab und zu mal reinschauen!

Dienstag, 31. Dezember 2013

Mit freien Köpfen und offenen Herzen...

...ankommen im Neuen Jahr!

Stellen wir uns einfach mal vor, was passiert, wenn sieben Milliarden Menschen zusammen nur einen kurzen Moment an die LIEBE denken...

...welch wunderbare Kraft für 2014!

Danke.

Montag, 30. Dezember 2013

2014 wird ein klasse Jahr mit...

...Überraschungen aus Berlin...

Karikatur: Klaus Stuttmann

...und diversen Treffen in München-Stadelheim!

Karikatur: Klaus Stuttmann

War sonst noch was in der Pipeline?

Sonntag, 29. Dezember 2013

Ist das jetzt eine gute oder schlechte Nachricht?

"US-Banken hängen Europas Geldhäuser ab"

An der Wall Street sind viele Banken wieder viel Geld wert.                                     Foto: Scott Eells/Bloomberg

"Nach fünf Jahren Finanzkrise stehen die Gewinner fest: US-Institute verdienen wieder kräftig und haben die besseren Zukunftsaussichten. Die europäischen Banken dagegen kommen kaum aus den roten Zahlen heraus. Dies hat einen einfachen Grund: In den USA wurde einfach schneller aufgeräumt."

Von Andrea Rexer Süddeutsche Zeitung

Mitleid mit der Deutschen Bank ist dennoch unangebracht.

Vorsicht - Schock-Strategien sind ansteckend!

Naomi Klein auf der Occupy-Demo in Vancouver, Dez. 2011          Foto: Yolande Cole
 Die kanadische Bestseller-Autorin Naomi Klein weist in ihrem Buch Die Schock-Strategie - Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus nach, wie der Siegeszug der neoliberalen Ideologie in den letzten dreißig Jahren auf extremer Gewalt, auf Katastrophen und sogar auf Folter beruht, um die ungezügelte Marktwirtschaft rund um die Welt von Lateinamerika über Osteuropa und Russland bis nach Südafrika und in den Irak durchzusetzen. Inzwischen ist klar, dass deutsche Politik mit der Schock-Strategie ebenfalls bestens vertraut ist. 

Darum ist direkte Demokratie nun dringend angesagt!

Der Souverän will die Volksabstimmung jetzt!

Art. 20, Abs. 2 Grundgesetz
Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt. 

87% der Bevölkerung will die direkte Demokratie! Wer, wenn nicht die große Koalition, könnte das bisher uneingelöste Versprechen umsetzen?


Dieses Herrschaftsprinzip ist längst überholt.

Samstag, 28. Dezember 2013

Steht die Freiheit der Kunst zur Disposition?

Der Künstler Florian Mehnert hat im November in einigen deutschen Wäldern deutlich sichtbar Mikrofone angebracht, um damit Äußerungen von zufällig vorbeigehenden Spaziergängern aufzuzeichnen. Anschließend präsentierte er kurze Passagen der Tonaufnahmen auf seiner Homepage. Ein Waldbesucher erstattete deswegen Strafanzeige. Nach einer Anhörung durch die Staatsanwaltschaft Freiburg, wurde das Ermittlungsverfahren jedoch wieder eingestellt.

Foto: Florian Mehnert

Mit seinen Waldprotokollen verweist Florian Mehnert auf die massive Menschenrechtsverletzung durch die NSA, die bisher ohne nennenswerten Widerstand von der Bevölkerung hingenommen wird. Der Künstler warnt vor den Auswirkungen der Schnüffeleien, von denen letztlich die gesamte Gesellschaft betroffen ist und die folglich auch jeden etwas angehen sollte. 

Dazu ein Filmbeitrag von arte tv

Freitag, 27. Dezember 2013

„I see trees of green, red roses too...

...I see them bloom for me and you, and I think to myself: What a wonderful world...“

Durch diesen Song blieb Louis Armstrong in vielen Köpfen lebendig. Das Video beginnt mit persönlichen Einlassungen Satchmos zum Liedtext.



Musik verbindet. Das vermittelt auch We Are the World auf äußerst bewegende Art und Weise.


 So let's start giving us Basic Income Guarantee!

Die Folgen von Geldwäsche und Steuerflucht...

...sind hier anzusehen, hinzu kommen...                                          Foto: picture-alliance/dpa

...die Verschlechterung öffentlicher Dienstleistungen wie Bildung, Gesundheit, Öffentlicher Verkehr, etc.
...eine vermehrte Schuldenaufnahme des Staates 
...die relativ höhere steuerliche Belastung mittlerer und unterer Einkommen

All das schwächt Demokratie und Fortschritt.

Grundeinkommen stärkt beides!

"Ungleichheit: Mehr als die Hälfte bleibt im Verborgenen"

...ist der Titel einer Studie des Netzwerks Steuergerechtigkeit (TJN), die am 19. Juli 2012 veröffentlicht wurde.

Frau Merkel, Herr Gabriel, schenken Sie dem deutschen Steuerzahler endlich reinen Wein ein!

Regierung Merkel/Gabriel am Tag ihrer Vereidigung                                  Foto: Süddeutsche Zeitung

Wer über die Vorhaben der neuen Bundesregierung mehr erfahren will, sollte den Blogbeitrag von Markus Henn vom 18.12.13 lesen, Überschrift: Die neue Regierung ist kein Vorreiter gegen Steuerflucht und Geldwäsche.

Klar, dass Grundeinkommen so nicht finanzierbar ist!

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Ein Gedicht von Wolf Biermann:

Ermutigung
 Du, laß dich nicht verhärten
In dieser harten Zeit
Die all zu hart sind, brechen
Die all zu spitz sind, stechen
Und brechen ab sogleich

Du, laß dich nicht verbittern
In dieser bittren Zeit
Die Herrschenden erzittern
 sitzt du erst hinter Gittern 
Doch nicht vor deinem Leid

Du, laß dich nicht erschrecken
In dieser Schreckenszeit
Das wolln sie doch bezwecken
Daß wir die Waffen strecken
Schon vor dem großen Streit

Du, laß dich nicht verbrauchen
Gebrauche deine Zeit
Du kannst nicht untertauchen
Du brauchst uns, und wir brauchen
Grad deine Heiterkeit

Wir wolln es nicht verschweigen
In dieser Schweigezeit
Das Grün bricht aus den Zweigen
Wir wolln das allen zeigen
Dann wissen sie Bescheid. 

Alle Jahre wieder...

...kommt das Christuskind...

Eine "nach-mir-die-Sintflut-Haltung" können wir uns nicht länger leisten.

...und die Bescherung wird immer größer!

Jeder hat es selbst in der Hand, die Welt täglich ein bißchen freundlicher zu gestalten.

Damit nicht bis Neujahr warten - bitte sofort beginnen!

Mittwoch, 25. Dezember 2013

"Wenn Regierungen wissen wollen...

...wie es uns geht, sollten sie uns direkt fragen, anstatt uns auszuspionieren," schlägt Edward Snowden in seiner "alternativen" Weihnachtsbotschaft auf Channel 4 vor.

 Der NSA-Whistleblower Edward Snowden hat in einer Weihnachtsbotschaft zur Beendigung der weltweiten Massenüberwachung aufgerufen. Der Autor George Orwell habe in seinem Buch "1984" einst vor den Gefahren dieser Art von Informationen gewarnt, sagte Snowden in einer alternativen Weihnachtsbotschaft des britischen Senders Channel 4. Die in dem Buch aufgeführten Überwachungsmethoden seien jedoch nichts im Vergleich zu dem, was heute möglich sei. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Online-Ausgabe.

Die Welt bräuchte mehr Edward Snowdens!

Einfach sitzen...

...oder: Weihnachten bei Hoppenstedt.


Bewegung ist in der Tat gut, nicht nur in diesen Tagen: Eine Bewegung von Körper, Geist und Seele!

Die Liebe und den Tod...

...rückt Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung, in seiner aufrüttelnden Weihnachtsgeschichte in den Mittelpunkt.

"Es gibt nur zwei Themen, über die zu sprechen sich wirklich lohnt: die Liebe und der Tod. Das ist kein Satz, der üblicherweise auf die Weihnachtskarten geschrieben wird; dort steht meist einfach: "Frohe Weihnachten" oder "Gesegnetes Fest". Was tut man also, wenn man in seinem Kartenstapel mit gedruckten Tannenbäumen, Weihnachtskugeln und Schweifsternen so ein tiefes Wort, so einen durchdringenden Satz findet? Man erschrickt. "Es gibt nur zwei Themen, über die zu sprechen sich wirklich lohnt": Ist das ein Glückwunsch, oder ist das eine Drohung?
So ein Wort reißt aus der Besinnlichkeit in die Besinnung. Das aber ist nicht das Schlechteste, was dem Menschen an Weihnachten passieren kann - dass ihm ein Wort beschert wird, das ihn aus dem allgemeinen Trott und dem persönlichen Tohuwabohu befreit; vielleicht nur für ein paar Stunden, aber immerhin. Worte haben Kraft, Worte können helfen, Worte können heilen, mit Worten kann eine neue Welt beginnen.
"Im Anfang war das Wort." So beginnt das Weihnachtsevangelium des Evangelisten Johannes. Es ist dies nicht das klassische Weihnachtsevangelium, nicht die Geschichte mit Stall und Krippe, die jeder kennt. Beim Evangelisten Johannes gibt es all das nicht. Es gibt bei ihm, anders als bei seinem Kollegen Lukas, keine Hirten und keine Engel, die die heilige Geburt verkünden.
Aber auch Johannes spricht von einer Geburt; er spricht von der Geburt einer neuen Welt. Er zitiert in seinem Weihnachtsevangelium die ersten Worte der Bibel, die Genesis: "Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde war wüst und wirr." Wo Wirrnis ist, schafft Gott also Ordnung - er erschafft den Tag und die Nacht, das Meer und das Land, die Himmelsgestirne, Fauna, Flora und 
schließlich den Menschen. Geschaffen wird eine bewohnbare Welt. Und jeweils beginnt der Schöpfungsgott sein neues Werk mit dem Wort: "Es werde!"

Der Mensch braucht Heimat

Diese Schöpfungsgeschichte ist kein naturwissenschaftliches Protokoll über die Erdentstehung. Es geht nicht darum, wie Natur und Mensch entstanden sind. Es geht darum, wie die Welt sein muss, auf dass der Mensch darin leben kann. Die Botschaft ist: Der Mensch braucht Ordnung im Chaos; er braucht eine Lebensgrundlage; er braucht Heimat; es muss Transparenz in undurchsichtige Zustände und Recht in die Willkür. Das ist gemeint mit der Erschaffung des Lichts.
Es geht also um Bedingungen, die Leben überhaupt möglich machen - nicht nur am Nullpunkt der Zeit, sondern immer und immer wieder: Anfang ist immer wieder. Schöpfung ist nicht etwas, das einmal war; sie muss tagtäglich neu geschehen, um Leben in einer Welt von Krieg, Not, Gewalt und Ungerechtigkeit möglich zu machen.
Schöpfung ist das, was im anderen Weihnachtsevangelium, im Lukasevangelium, die Engel verkünden: "Friede den Menschen auf Erden". Das gilt nicht nur in Syrien und Afghanistan; es gilt auch mitten in Europa. Es gibt überall unfriedliche Leben.

Die Kraft anderer Worte

Es ist kein biblischer Flüchtigkeitsfehler, wenn Gott in der Schöpfungsgeschichte erst das Licht schafft und dann die Sonne. Das zeigt nur, dass dem biblischen Geschichtenerzähler die Logik egal ist. Es geht ihm um etwas anderes: Als die Schöpfungsgeschichte aufgeschrieben wurde, waren die Israeliten in der babylonischen Gefangenschaft. Die Sonne wurde von den Babyloniern als Gott verehrt, und sie zwangen die Israeliten, dabei mitzumachen.
Sie setzten dem ihre Schöpfungsgeschichte dagegen, etwa so: "Lasst euch nicht einschüchtern, Leute, die Sonne ist kein Gott; unser Gott, der Ewige, hat sie als Laterne aufgehängt, dass sie euch leuchtet."
Das war eine freche herrschaftskritische Ironie, das war die Entthronung des 
Gottes der Feinde. Sie hatte Kraft, sie sicherte in der babylonischen Gefangenschaft das Überleben und die Identität. Das heißt: etwas zu kritisieren, etwas zu benennen, andere Worte für ein Ding zu finden - das kann ein politischer, ein aufklärerischer, ein befreiender Akt sein.
Mit Worten kann Heil wie Unheil anfangen. Vor hundert Jahren begann damit das Unheil. Die Weihnacht vor hundert Jahren, die Weihnacht 1913, war die letzte Weihnacht vor dem Großen Krieg. In der Krippe lagen tödliche Worte. Selbst die großen Dichter und Denker predigten den Krieg herbei als die angeblich große Reinigung, Befreiung und Erlösung.

Warten auf den Versuch eines Trostes

Fast alle Welt glaubte damals, Krieg sei ein Akt der Schöpfung. Aber die Weihnachtsgeschichte wusste, weiß und erzählt davon, dass es genau anders ist. Sie ist die Gegengeschichte zur Krieg-schafft-Frieden-Weltmacht-Politik, damals der Römer. Die Weihnachtsgeschichte sagt: Glaubt dieser Lüge nicht. Sie sagt: Solange der Tod Leben und der Hass Liebe genannt wird, solange gesagt wird, das Ergebnis der richtigen und der richtig geführten Kriege sei Frieden und Erlösung - solange werden die Kriege nie aufhören.
Die Welt hat denn auch erlebt, wie der Erste Weltkrieg in den Zweiten, in die NS-Verbrechen und in den völligen Zusammenbruch Deutschlands mündete. Europa und die Welt mussten neu erschaffen werden nach diesen Kriegen.
Vor fünfzig Jahren wartete die Welt dann darauf, dass im Auschwitz-Prozess ein menschliches Wort fiele: "Die Welt würde aufatmen" und "die Luft würde gereinigt", sagte Generalstaatsanwalt Fritz Bauer damals. Doch auf ein Geständnis der KZ-Mörder wartete er vergebens. Auf ein aufklärendes Wort, den Versuch eines Trostes, warten bisher auch die Angehörigen der Opfer im Münchner NSU-Prozess vergebens. Die Angeklagte feixt und schweigt.

Liebe als Trost gegen den Tod

Im Anfang war - nein: im Anfang ist das Wort. Das Jahr 2013 war ein Jahr auch der guten, schöpferischen Worte. Papst Franziskus hat solche Worte gesprochen. Sie hatten zwei Themen: die Nächstenliebe und den Protest gegen den Tod. Er hat, als er auf Lampedusa der ertrunkenen Flüchtlinge gedachte, vor der "Globalisierung der Gleichgültigkeit" und einer Gewöhnung an das Leiden des Nächsten gewarnt und gefragt: "Wer hat über die Menschen geweint, die in den Booten waren?"
Franziskus hat die Klage über das Flüchtlingselend wenig später eingebettet in seine große Anklage gegen einen mörderischen Kapitalismus. Weihnachten 2013: Heute wäre der Stall ein Flüchtlingskahn; und die Hirten und die Drei Könige, sie kämen heute mit dem Rettungsboot. Bethlehem: Das sind heute die Inseln im Mittelmeer. Bethlehem heißt heute Lampedusa oder Leros oder Chios.
Es gibt nur zwei Themen, über die zu sprechen sich wirklich lohnt: die Liebe und der Tod. Manchmal verbindet das kraftvoll-schöpferische Wort den Tod und die Liebe und macht so neue Hoffnung. Denn die Liebe ist der Einspruch und oft der einzige Trost gegen den Tod, weil in ihr die Kraft des Anfangs steckt."
 
Heribert Prantl       Foto: SZ

Dienstag, 24. Dezember 2013

Nachrichten aus der Weltstadt mit Herz:

"Wir dürfen keine falschen Anreize setzen, das gibt uns auch die Stadtspitze vor." verkündet die Sozialreferentin der Landeshauptstadt München, Brigitte Meier (SPD) gegenüber der Süddeutschen Zeitung, und verteidigt damit das Wegschicken obdachloser Schwangerer und ihrer Kinder, weil ja die Notunterkünfte der Landeshauptstadt erst bei Nachttemperaturen unter Null Grad zu Verfügung stehen würden.

Foto: LH München, Sozialreferat
Trotzdem gesegnete Weihnachten!

"Tun wir wirklich schon alles...

...was wir tun könnten, um den Flüchtlingen, die zu uns kommen, in ihrer großen Not zu helfen?" fragt Bundespräsident Gauck die Deutschen in seiner Weihnachtsansprache etwas zugespitzt.

Foto: Bundespräsidialamt

Zu sehen und hören sein wird die Ansprache morgen Abend auf den nach BGE-Konzept finanzierten öffentlich-rechtlichen Sendern von ARD, ZDF und Deutschlandradio Kultur. Wir wünschen einen guten Empfang.

Was bedeutet Gnade vor Gerechtigkeit?

"Die Kremlgegner Chodorkowskij, Aljochina und Tolokonnikowa werden froh sein, dass sie ihr Leben nun außerhalb von Lagermauern verbringen. Aber dadurch wird dieses Leben nicht freier. Wer aus fragwürdigen Gründen im Gefängnis sitzt, für den ist die Begnadigung nur eine weitere Demütigung."

Stefan Kornelius, Leiter des außenpolitischen Ressorts der Süddeutschen Zeitung, findet für Putins Gnadenakt angemessene Worte. 

Foto: WDR Presseclub

Montag, 23. Dezember 2013

Gedanken zum Fest der Liebe...

Mancher Mensch hat ein großes Feuer in seiner Seele, und niemand kommt, um sich daran zu wärmen.
(Vincent van Gogh 1853 - 1890)

Dieses über hundert Jahre alte Zitat van Goghs ist hoch aktuell. Denn ebenso wie der zu Lebzeiten erfolglose Künstler unter seiner Einsamkeit litt, breitet sich das Phänomen heutzutage immer mehr aus. Vor allem an Feiertagen wie Weihnachten wird es immer mehr Menschen schmerzlich bewußt, wie einsam sie im Grunde sind. Statt für etwas zu brennen, brennen immer mehr aus. Das Burn-out-Syndrom macht die Runde. Wie gelingt es, diesem Teufelskreis zu entkommen?

Ein erster Schritt kann das Grundeinkommen sein. Wir sollten ernsthaft darüber nachdenken!

Sonntag, 22. Dezember 2013

Frieden und Freiheit...

...und eine frohe Weihnachtszeit
...mit guten Gedanken zum bedingungslosen Grundeinkommen...

Die Original-Freiheitsstatue stammt übrigens aus Paris                    aus: Wikipedia
...wünschen wir den Besuchern dieses Blogs!

Samstag, 21. Dezember 2013

"...und schon bist Du Verschwörungstheoretiker!"

"Psst, hast Du schon davon gehört...?"

Foto: der Freitag
...mal ehrlich, wer hätte sich vor Edward Snowdens Enthüllungen Bespitzelungen in den Dimensionen auch nur annähernd vorstellen können?

Heute kursieren fast täglich solche Meldungen:

"Der Snowden-Vertraute Jacob Appelbaum fühlt sich in Deutschland nicht sicher: Einem Bericht zufolge sollen Unbekannte in seine Wohnung eingedrungen sein. Immer konkreter werden die Vorwürfe gegen den britischen Geheimdienst GCHQ: Er spähte offenbar deutsche Regierungsgebäude, die EU-Kommission, Hilfsorganisationen wie Unicef und NGOs aus. Die Betroffenen sind entrüstet"
(Quelle: Süddeutsche Zeitung am 21.12.13)

Und was wird gegen die Bespitzelungen getan?

Heute um 18.11 Uhr ist Wintersonnenwende...

...der kürzeste Tag des Jahres...

Bildquelle: Focus (Archiv)
...Sonnenuntergang in Potsdam heute 15:56 Uhr, ab morgen werden die Tage im Minutentakt länger!

Wohin steuert dieser Krawattenmann?


Ein Bild gibt Auskunft.

Auf was soll die Bevölkerung vorbereitet werden?

...fragt sich der besorgte Leser, wenn er diese Zeilen in der Süddeutschen Zeitung entdeckt:

Polizei erklärt Hamburger Innenstadt zum Gefahrengebiet

Tausende wollen heute in Hamburg für den Erhalt der linksalternativen "Roten Flora" und das Bleiberecht von Flüchtlingen demonstrieren. Die Polizei wappnet sich für mögliche Krawalle - in der Innenstadt dürfen die Beamten auch ohne konkreten Verdacht Menschen in Gewahrsam nehmen.  

Mehrere Tausend Menschen wollen am Adventssamstag in Hamburg für den Erhalt des linksalternativen Kulturzentrums Rote Flora und ein Bleiberecht für Flüchtlinge demonstrieren. Die Polizei wappnet sich für mögliche Krawalle. Aus Sorge vor Ausschreitungen hat sie die gesamte Innenstadt zum "Gefahrengebiet" erklärt. Zwischen 14 und 23 Uhr können Beamte dort ohne konkreten Verdacht Menschen durchsuchen oder in Gewahrsam nehmen sowie Platzverweise erteilen.

"Es besteht die Gefahr, dass gewaltbereite Linksextremisten versuchen werden, in den Innenstadtbereich zu gelangen", begründete die Polizei die Einrichtung des Gefahrengebiets in der Innenstadt. "Dies würde zu erheblichen Gefahren für unbeteiligte Bürger führen." Alle Bürgerschaftsfraktionen hatten zuvor parteiübergreifend zu einem friedlichen Protest aufgerufen. Die Polizei rechnet damit, dass bis zu 6000 Menschen durch das Schanzenviertel ziehen werden. Die Beamten stufen etwa die Hälfte der Teilnehmer als gewaltbereit ein. "Bundesweit wird seit Wochen stark mobilisiert", erklärte Polizeisprecher Andreas Schöpflin. Neben der Großdemonstration sind drei weitere Versammlungen angemeldet.

Bleiberecht für Flüchtlinge

Mehr als 2000 Beamte sind den Angaben zufolge im Einsatz. "Das wird wohl einer der größten Einsätze der vergangenen Jahre werden." Gegen 15 Uhr will sich der Demonstrationszug vor der "Roten Flora" in Bewegung setzen, später sind eine Zwischenkundgebung an der Reeperbahn und eine Abschlusskundgebung an der Feldstraße geplant. Der Protest richtet sich gegen eine mögliche Räumung des seit mehr als 20 Jahren besetzten Kulturzentrums "Rote Flora", mit der Eigentümer Klausmartin Kretschmer gedroht hat.
Außerdem geht es um ein Bleiberecht für Flüchtlinge und die "Esso-Häuser" an der Reeperbahn. Die Häuser waren in der Nacht zum Sonntag wegen Einsturzgefahr evakuiert worden. Wie an den bisherigen Adventssamstagen wollen auch Unterstützer der "Lampedusa-Flüchtlinge" demonstrieren. Den Aufzug wandelten sie allerdings in eine Kundgebung um - aus Sorge davor, dass die Proteste angesichts des "massiven Polizeiaufgebots" nicht friedlich bleiben, wie die Veranstalter auf ihrer Internetseite erklärten. Bei der Versammlung rechnet die Polizei mit rund 500 Teilnehmern.
Weitere 800 Menschen werden bei der Kundgebung "Die Stadt gehört allen" erwartet, eine weitere Aktion ist unter dem Motto "Versammlung für Versammlungsfreiheit" angemeldet.

Freitag, 20. Dezember 2013

Damit das Weihnachtsfest auch gelingt...

...hier einige Anregungen zum Umgang mit modernen Medien:


Wir wünschen fröhliche Weihnachten!

Die Musische Bildung benötigt neue Impulse...

...dazu ein wegweisender Beitrag der Berliner Philharmoniker unter der Leitung des Gastdirigenten Vicco von Bülow:


Der Ton macht bekanntlich die Musik!

Für eine neue Debattenkultur im Bundestag...

...setzt sich der Abgeordnete Karl-Heinz Stiegler ein, hier sein Redebeitrag in voller Länge:


Dies kann der erste Schritt aus der Krise sein!

Ein Thema, das bisher viel zu kurz kam...

...hier und jetzt aber gebührende Beachtung findet: 
Die Marzipankartoffel


Damit erschließt sich wohl auch der wahre Sinn
 des Weihnachtsfestes!

Donnerstag, 19. Dezember 2013

"Warum gibt es Mißverständnisse?"

Weil der sprechende Mensch der Überzeugung ist, dass seine Botschaft vom hörenden Menschen so verstanden wird wie er denkt. Der hörende Mensch glaubt zu verstehen ohne nachfragen zu müssen und schon ist das Mißverständnis in der Welt. Und weil Menschen mehr sprechen als zuhören - geschweige denn nachfragen - denken alle alles sei gut. Und so lebt jeder in seiner eigenen Welt, bis das Mißverständnis nicht mehr zu übersehen oder zu ignorieren ist. 

Missverständnisse und Trägheit machen vielleicht mehr Irrungen in der Welt als List und Bosheit.
Johann Wolfgang von Goethe

dazu noch ein erhellender Beitrag von Loriot:


Also bitte stets höflich nachfragen!

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Heute vor einhundert Jahren...

...erblickte Willy Brandt unter dem Namen Herbert Frahm das Licht der Welt. Was der Friedensnobelpreisträger von 1971 wohl der heutigen SPD-Führungsriege mit auf den Weg geben würde? Vielleicht "mehr Demokratie wagen." 

Willy Brandt war Idol und moralische Instanz in einer Person. Gleichwohl wurde er wegen seiner Mitwirkung am sogenannten Radikalenerlass heftig angegriffen. Unter der Bezeichnung "Berufsverbot" erlangte der Erlass eine traurige Berühmtheit und fand unübersetzt Eingang in andere Sprachen. 

Brandts spontaner Kniefall vor dem Mahnmal im ehemaligen Warschauer Ghetto brachte ihm weltweit Anerkennung und Respekt ein. Das Bild darf als Metapher für die von ihm propagierte Politik des Wandels durch Annäherung angesehen werden.

Der Kniefall von Warschau                                                                       © Deutscher Bundestag

"Wie im Himmel"

...ist ein Bühnenstück nach dem gleichnamigen Film von Kay Pollak, das derzeit im Hans Otto Theater in Potsdam aufgeführt wird. Protagonisten der Bühnenfassung sind Mitglieder des Chor International Potsdam unter der Leitung von Wolfgang Puwalla.

Hier der Titelsong des schwedischen Films


"Ich will spüren, dass ich lebe..."

Welch wunderbare Analogie zum Grundeinkommen.

Dienstag, 17. Dezember 2013

"Die Bundesrepublik ist ein sehr US-fürchtiger Staat."

...resümiert Heribert Prantl in seinem SZ-Kommentar und bringt so unmißverständlich zum Ausdruck, warum der Bundestag Edward Snowden bisher nicht zur Zeugenaussage nach Berlin eingeladen hat. Aber müsste die neue Bundesregierung jetzt nicht mal ein klares Signal in Richtung Washington senden?


Durch das gestrige Urteil eines US-Bundesgerichts gerät die neue Bundesregierung noch mehr unter Zugzwang, wenn denn der Amtseid Angela Merkels nicht nur ein Lippenbekenntnis war.

Wie ist es denn nun mit der Souveränität Deutschlands?

Das Hotel Bogota ist nun endgültig Geschichte...

...und war doch selbst ein unschätzbares Kleinod an Geschichten. Ende November hat der Familienbetrieb in dritter Generation das Handtuch geworfen. Seit 9.12. wird das Inventar versteigert, am 23.12. müssen die Räume "besenrein" dem Vermieter übergeben werden.

Nach der überaus erfolgreichen Teilnahme des Hauses am Berliner Themenjahr Zerstörte Vielfalt 1933 - 1938 - 1945 verstört die offenkundige Analogie zu 2013, Mister be Berlin Wowereit!

Beim vorletzten FotoSalon im September 2012                                    Foto: Cordia Schlegelmilch

Großes Dankeschön an den kulturbeflissenen und stets großzügigen Hotelier und alles Glück der Erde für ihn und seine sechsköpfige Familie!

NSA-Spionage verstößt gegen US-Verfassung...

...urteilt Richter Richard J. Leon vom Federal District Court in Washington, berichtet die New York Times

Linienbus in Washington mit Dank an Edward Snowden                Foto: Jim Lo Scalzo/EPA

“I cannot imagine a more ‘indiscriminate’ and ‘arbitrary’ invasion than this systematic and high-tech collection and retention of personal data on virtually every single citizen for purposes of querying and analyzing it without prior judicial approval,” said Jugde Leon

"Willkürlich, rücksichtslos und gegen die US-Verfassung gerichtet," beurteilte gestern ein Washingtoner Richter die NSA-Spionageaktivitäten.

Ist die Freiheit weltweit in Gefahr?

Montag, 16. Dezember 2013

"Gabriels Mondlandung"

Mit seinem SZ-Kommentar rückt Heribert Prantl die Verhältnisse wieder zurecht.

...nur noch eine halbe Demokratie!                                                                   (Foto: Getty Images)
"Die SPD hat ihre Wahlniederlage in einen Erfolg verwandelt. Mit der Mitgliederbefragung hat sich Parteichef Gabriel Respekt in und außerhalb der SPD erworben - und sich als Kanzlerkandidat für 2017 empfohlen. Doch für eine richtige Erneuerung braucht es mehr."

 Hier der vollständige Text 

Sonntag, 15. Dezember 2013

CEO Didi - leidenschaftlich und kundenorientiert...

...gleich vis-à-vis vom Siegestor!


Jawoll - in Bayern gehen die Uhren andersherum.

Im Prinzip Grundeinkommen pur;-)

Einige Zahlen zum bevorstehenden Fest...

...die Beachtung finden sollten:

- 12 Jahre dauert es, bis eine Nordmanntanne Zimmerhöhe erreicht

- 28 Millionen Weihnachtsbäume werden jedes Jahr allein für deutsche Haushalte gefällt

 - 400 Millionen kWh werden für die Weihnachtsbeleuchtung benötigt

- 480 Millionen Kilowattstunden werden am ersten Weihnachtstag verbraucht 

- Mehrere Zehntausend Tonnen Kerzen aus Parafin verpesten die Luft 

- 100.000 Tonnen Verpackungsmüll fallen jährlich an

(Quelle: Deutsche Energie Agentur Berlin)


"Süßer die Glocken nie klingen als zu der Weihnachtszeit..."

Welche Glocken da wohl gemeint sind?

Samstag, 14. Dezember 2013

Gedanken zum 3. Advent...

...und darüber hinaus: Der Corona Prozess

• Erlebe dich als Teil eines Kreises und verantwortlich für sein Ganzes

• Werde langsamer, als du das normalerweise bist. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, um dir selbst und den anderen zuzuhören.

• Atme voll und bleibe im Rhythmus deines Atems, während du an der Gruppe teilnimmst.

• Respektiere Schweigen, nimm es an und begrüße es in der Gruppe.

• Teile die Wahrheit deiner Erfahrung mit, von Augenblick zu Augenblick, über längere Zeit hinweg. Das beinhaltet Widerspruch, negative Gefühle, die Erfahrung, abgeschnitten zu sein.

• Höre dem Anderen tief zu und sei dabei selber präsent. Lass los, dir Antworten vorher zu überlegen, Strategien zu entwerfen.
  
• Drücke Unterschiede aus und achte die der anderen. Sogar, wenn dadurch Konflikte entstehen. Versuche nicht, sie zu vermeiden. Halte aber die entstandene Polarität.

• Unterlasse Urteile und Schuldzuweisungen von dir und anderen. Übe, beim Einzelnen und seiner Erfahrung zu sein.

• Wenn es sehr intensiv ist, sei achtsam, ohne zu reagieren. Lass die Intensität in der Gruppe bestehen und vom Kreis halten.

• Lass Unbekanntes und Nichtwissen zu. Übe, einfach zu sein, nicht gleich nach Erklärungen zu suchen, oder Kontrolle auszuüben über das, was geschieht.

• Habe Geduld mit dem, was in dir und in der Gruppe geschieht. Achte auf die Zeit, die es braucht, sich zu verändern, zu wachsen.

• Lass zu, dass Erfahrungen sich von Moment zu Moment ändern. Dies ist der Heilungsprozess. Er öffnet deine Quelle für schöpferisches Handeln.

Höflichkeit zahlt sich scheinbar doch aus!

Fabrice Pepino, hat in seinem Bistro Petite Syrah in Nizza eine neue Menütafel aufgehängt und damit für Schlagzeilen gesorgt. Darauf steht:

"Ein Espresso"..............................7,00 €
"Ein Espresso, bitte".....................4,25 €
"Guten Tag, ein Espresso, bitte"....1,40 €

Bildquelle: Wikipedia

Auf Nachfrage von Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung, erklärte der gut gelaunte Bistrowirt am Telefon, dass er bisher nicht einen Espresso für 7 € verkauft habe, dafür jetzt aber öfter mal gefragt werde, ob es denn möglich sei, einen seiner deliziösen Kaffees kredenzt zu bekommen. Kurzum: Die Leute seien seit Überarbeitung der Menütafel derart freundlich, dass er aus dem Staunen nicht mehr herauskomme.
Grundeinkommen vermindert Alltagsstress!

Freitag, 13. Dezember 2013

Welche unnatürlichen Kräfte...

...die längst überfällige Energiewende behindern...


...schildert Frank Farenski in seinem Kinofilm
Leben mit der Energiewende 
(der dem Fernsehpublikum bisher vorenthalten wurde)

Grundeinkommen und Energiewende mal zusammen denken!

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Wie aus der Zeit gefallen...

...erscheint uns heute die Aufnahme der Rue Mazarine aus dem Paris von 1902.


Da sind weder Menschen zu sehen, noch Gegenstände. Der Fotograf lenkt den Blick des Betrachters auf Hausfassaden, Straße, Licht, Schatten und Hintergrund und vermittelt meisterhaft jene Aura von Ort und Zeit.
 
Eugène Atget dokumentierte mit einer sperrigen Großformatkamera um 1900 sein geliebtes Paris, um systematisch auch kleinste Details der Stadt zu katalogisieren. Seine atmosphärisch dichten Aufnahmen von Parks, Gebäuden, Straßen, Schaufenstern, Prostituierten, Arbeitern und sogar Türklinken erzielen heute auf Auktionen Höchstpreise. Er starb 1927 im Alter von 70 Jahren verarmt und einsam am Ort seines Schaffens.

Grundeinkommen vermittelt andere Perspektiven!

Der Fehler im Geldsystem...

...und wie er zu beheben ist.


Grundeinkommen - der entscheidende Faktor!

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Welche Folgen haben soziale Ungleichheiten?

Antworten gibt der Film Zeitgeist: Moving Forward, der sich mit Fragen der Anthropologie, Neurologie und Ökonomie beschäftigt, gründend auf den Ideen Jaque Frescos, der eine ressourcenbasierte statt einer geldbasierten Wirtschaft propagiert. Bekannt wurde Fresco durch das Venus-Projekt, an dem er seit 1975 arbeitet.
Um sein Konzept durchführen zu können, erklärt Fresco, müsse man all die Ressourcen dieser Erde als ein gemeinsames Erbe aller Menschen verstehen und verwalten. Zu diesem Zweck müsse die Verfügbarkeit aller Ressourcen weltweit erfasst und ständig aktualisiert werden. Diese globale Übersicht würde erlauben, Entscheidungen über die optimale Nutzung der Ressourcen auf Basis von deren Nützlichkeit und regionalen Verfügbarkeit und nicht wie momentan zur Optimierung finanzieller Erträge zu treffen.


Veränderungen sind folglich unumgänglich!

Dienstag, 10. Dezember 2013

"Grundeinkommen? - Ist eine gute Idee, aber...

...leider nicht zu finanzieren!" - Zitat Ende.
Diese und ähnliche Behauptungen wurden längst widerlegt, wie zum Beispiel folgendes Zitat beweist:

"Dieses Land gibt einschließlich der Sozialversicherungen etwa eine Billion Euro Sozialleistungen im Jahr aus. Das sind im Durchschnitt 12.500 Euro pro Kopf der Bevölkerung. Da muss man schon die Frage stellen, ob wir die Effizienz unserer Sozialleistungen nicht verbessern können."

Finanzminister Dr. Wolfgang Schäuble
 am 13.02.2010 in der Frankfurter Rundschau

1.041 € Grundeinkommen ist finanziert!
Weitere Anmerkungen zur Finanzierung?

Montag, 9. Dezember 2013

"Recht auf Privatheit"

 Der evangelische Theologe Friedrich Schorlemmer warnte heute in einem Interview mit Deutschlandradio Kultur vor der zunehmenden digitalen Ausspähung durch die NSA. Dazu haben 14 ehemalige DDR-Bürgerrechtler jetzt den Appell Wir sind das Volk unterzeichnet, in dem das Recht auf Privatheit und Einhaltung von Vertraulichkeit eingefordert wird. Ansonsten werde aus der Demokratie im Handumdrehen eine Diktatur. Vor allem beklagte er die Gleichgültigkeit und Trägheit der Bevölkerung in der Angelegenheit, sowie den windelweichen Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD. Ausdrücklichen Respekt zollte Schorlemmer Edward Snowden und dessen Verrat unwürdiger Geheimnisse.

Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer. (dpa / picture alliance / Michael Reichel)

Grundeinkommen ermöglicht den Menschen, die Demokratie weiterzuentwickeln!

"Grundeinkommen? - Ist ja 'ne nette Idee...

...kommt aber für mich nicht in Frage, da ich bereits versorgt bin. - Und für die, die jetzt schon die meiste Zeit vor der Glotze hängen, wäre es sogar schädlich, weil die dann gar nichts mehr auf die Reihe bekämen. Denn ein bißchen Druck tut echt jedem gut!" Zitat Ende.

Solche und ähnliche Sätze sind immer wieder in der Diskussion über das Grundeinkommen zu hören. Wer so spricht gibt vor, DIE MENSCHEN zu kennen und meint doch NUR SICH SELBST. Denn es sind überwiegend Projektionen und Übertragungen des Eigenen auf das Gegenüber. Wird der Finger in die Wunde gelegt, kochen Emotionen meist hoch, was ein Indiz für die Richtigkeit dieser These wäre.

Und wie steht's um unsere Eigenverantwortung, Selbstermächtigung, Freiheit? Mal über den Tellerrand hinausblicken? Zutrauen entwickeln? Wie kommen wir diesen Zielen näher?

Ja - Grundeinkommen ist schon eine Herausforderung!
 

Bringen wir also unsere Kraft zum Klingen!

Sonntag, 8. Dezember 2013

"Einfach nur noch peinlich"


"Vor zehn Jahren wurde die Bestechung von Abgeordneten international verboten. Ausgerechnet in Deutschland trat das Abkommen nie in Kraft. Jetzt machen Unternehmen und Ex-Politiker Druck, sie fürchten um das Ansehen der Bundesrepublik."

Korruption untergräbt das Vertrauen der Menschen.

Grundeinkommen schafft Vertrauen!
 

Die ersten Flüchtlinge sind da...

...und schauten gestern den Nikolausmarkt an.

Weihnachtsbastelei mit Holz am Stand vom Sägewerk

Erstmal braucht es Zeit zum Ankommen!

Samstag, 7. Dezember 2013

Strom & Wasser featuring THE REFUGEES...

...gab heute ein fulminantes Willkommenskonzert für die in Potsdam-West eingetroffenen Flüchtlinge.
Die Band begeisterte das Publikum in der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule

"Im Deutschlandradio Kultur die Band "Strom und Wasser featuring the Refugees". MC Yakzy Yakz war das mit Olga zusammen mit den Titel "Heart to Main Tain". Im Studio ist der Kopf hinter diesem Projekt, mit Flüchtlingen aus deutschen Heimen Musik zu machen, Heinz Ratz. Eine CD erscheint jetzt, und eine Tour hat gerade begonnen. Herr Ratz, dieser Rapper aus Somalia, Yakzy Yakz, kam über Polen nach Deutschland, soll abgeschoben werden, im Augenblick läuft eine Bundestagspetition. In einer für die Flüchtlinge essentiellen Situation wie dieser, haben die da nicht eigentlich andere Dinge im Kopf als Musik?

Ratz: Doch, die haben oft andere Dinge im Kopf als Musik, aber die Musik ist natürlich auch etwas, was sie ein Stück weit seelisch am Leben hält. Also die Selbstmordrate unter den Flüchtlingen ist enorm hoch, es haben sich sieben Flüchtlinge mittlerweile umgebracht, die ich kennengelernt habe - also keine Musiker, aber die ich in diesen Lagern kennengelernt habe.

Und die Depressionen, die Ängste, das ist so gewaltig eigentlich, denn man muss sich vorstellen, solange sie kein Asylverfahren bejahend abgeschlossen haben, kann es sein, dass die Polizei einfach kommt - und die kommen meistens um halb fünf Uhr morgens und stecken dann die Leute ins Flugzeug, und das kriegen sie dann mit, weil sie in Containern leben, wo man einfach jedes Geräusch mithört, und da ist natürlich die Musik was wirklich Tolles.

Deswegen sammel ich übrigens auch auf den Konzerten immer Instrumente für die Flüchtlingslager, denn wenn dort irgendwie Musik gemacht wird, dann ist das irgendwie ein Trost. Das ist, glaube ich, ein Phänomen, das schon immer den Menschen begleitet hat."

Interview von Susanne Burg (gekürzt) von April 2012

„Mit elf Jahren begriff ich, dass die Menschen...

...die Welt in zwei Seiten teilten: Da gab es auf der einen Seite die Natur, die Wildnis, das Böse - und auf der anderen Seite die Zivilisation, die geordnete Welt, das Gute. Indem ich den Baseballschläger weggeworfen hatte, hatte ich mich - ohne dass es mir bewusst war - für das Wilde, für die ungezähmte Natur entschieden. Von nun an verbrachte ich jede freie Minute im Wald, in der freien Natur."

 Wie kommuniziert die Natur?

Dr. Wolf-Dieter Storl - Kulturanthropologe und Ethnobotaniker
 Storl: "In den Schulen wird uns eingedrillt, nur nach der objektiven Außenwelt zu schauen. Alles muss wägbar, messbar, analysierbar sein. Das ist ein Kult. Aber es gibt auch eine andere Art der Wahrnehmung. Die kann man als innerliche Resonanz mit der Umwelt bezeichnen. Dies erlangt man, indem man sich seines Inneren bewusst wird. Dann sieht man die Welt mit dem Spiegel der Seele, nicht nur mit den äußeren Augen. Die Seele des Menschen kommuniziert dann mit der Seele der Natur.  
“Mit der Pflanze sein” oder “Mit dem Tier sein”; dazu bedarf es schon Geduld. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Konsumgesellschaft von dem Frust des verlorenen Kontaktes zur Natur lebt. Wenn man nicht befriedigt ist, dann greift man zur Ersatzbefriedigung. Neue Klamotten, ein neues Auto. Das sich Finden in einem sprechenden und göttlichen Universum bringt Seelenheil. So geht man beispielsweise eine Straße entlang und sieht zwischen zwei Gehwegplatten einen Storchenschnabel hervorwachsen. Man riecht daran, stellt sich vor wie eine Ameise den Samen in die Ritze transportiert hat, und erinnert sich an alte Geschichten. Daran, dass der Geruch Depressionen lindert oder man erinnert sich an Adebar, den Storch. Schon geht man durch eine ganz interessante und beseelte Landschaft und rennt an den vielen Schaufenstern glatt vorbei. Pflanzen können dabei helfen uns mit der Heiligkeit des Seins zu verbinden. Aber wenn Mafiastrukturen einen Pflanzenmarkt beherrschen und Leute mit Knarren rumrennen, zudem der Staat Katz und Maus spielt, dann können sich die Leute hier die Rübe vollrauchen und sind trotzdem blöd und entfremdet. Ich habe Leute kennen gelernt, die rauchen Unmengen Cannabis, natürlich mit Tabak, obwohl der eine entgegengesetzte Wirkung hat und sind trotzdem so schlecht drauf wie vorher. Vielleicht hören sie die Musik, die sie gerne haben, ein wenig besser.
Die Natur ist göttlich und vollkommen in Ordnung. In der Einfachheit und dem Leben mit der Natur sind wir am besten dran. Das ist alte daoistische Weisheit und das ist auch die Weisheit, welche die Naturvölker leben."

Interview (stark gekürzt) erschienen im HanfBlatt, August 2002

Die Vielfalt zurückgewinnen mit dem Grundeinkommen!