Die Initiative Grundeinkommen Potsdam verfolgt das Ziel, in der Stadt, wo Toleranz Tradition hat, dem Bedingungslosen Grundeinkommen einen Schritt näher zu kommen. Wir wollen praktische Erfahrungen sammeln, für die Einführung des BGE auf nationaler und internationaler Ebene. Bekanntlich lernt der Mensch am nachhaltigsten durch Versuch und Fehler. Wer eine positive Einstellung zum BGE hat und uns auf diesem Weg begleiten will, sollte hier ab und zu mal reinschauen!

Samstag, 26. April 2014

"Es geht uns gut!"

Foto: worldwidecyclingatlas.com
"Ganz klar!" Geht's uns wirklich gut? Zumindest in Potsdams Innenstadt kommen einem kaum Zweifel. Hinter vorgehaltener Hand hört der, der es hören will, jedoch auch von Menschen, denen es nicht gut geht, die vor Sorgen und Ängsten nicht mehr zur Ruhe kommen. Und dann gibt es die, die in ihrer Verzweiflung den Tod als einzigen Ausweg gesehen haben - freiwillig oder unfreiwillig. 
Diesen Menschen - Opfer der Agenda 2010 - widmet Michael Fielsch, BGE-Lobbyist aus Berlin, seit einiger Zeit seine stille Aufmerksamkeit. 
Die Initiative Grundeinkommen Potsdam hat mit Michael Fielsch für den 
16. Mai zwei Mahnwachen in Potsdam verabredet:

10 - 13 Uhr vor dem Jobcenter, Horstweg 102 - 108
14 - 17 Uhr am Platz der Einheit (vor der Wilhelmsgalerie)

Bitte die Termine vormerken und gerne weitersagen!

Wenn zwei sich streiten...

Merkel und Putin bei einem Treffen 2013                                                        Foto: Reuters
...freut sich der Dritte.
Obama   Foto: wikipedia.org

Diese Binsenweisheit findet in der Ukraine-Krise einmal mehr ihre Bestätigung. Denn klar ist, dass bei dem Konflikt ganz Europa nur verlieren kann, Russland inklusive. Lachender Dritter ist Barack Obama. Denn wer redet jetzt noch über die NSA-Affaire und deren Aufklärung? Tor für Obama! Bevor sich die Situation in der Ukraine zuspitzte, hielten die Enthüllungen Edward Snowdens die Welt monatelang in Atem. Der US-Präsident und sein Inlandsgeheimdienst NSA gerieten mehr und mehr ins politische Abseits. Ein Schelm wer glaubt, dass an dem Ding jemand gedreht hätte.
Ist Putin womöglich gar nicht so schlau?

Donnerstag, 24. April 2014

Die Fundamentalfragen von Demokratie...

...und Rechtsstaatlichkeit stehen derzeit zur Disposition. Kurzum: Es wird die Entmündigung von Parlamenten und Steuerzahlern vorbereitet - wohlgemerkt unter dem Ausschluss ordentlicher Gerichtsbarkeit. Verkauft wird das als "Freier Handel zwischen EU und USA"
dazu Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung.

Manchmal geraten Dinge zu sehr aus dem Gleichgewicht.                                              Foto: dpa

Mittwoch, 23. April 2014

Das Zitat paßt genau in unsere Zeit...

Gabriel García Márquez starb am 17. April im Alter von 87 Jahren               Foto: dpa

"Jeder Mensch hat drei Leben: ein öffentliches, ein privates und ein geheimes."
  (Gabriel García Márquez 1927 - 2014)

Wird Kopfarbeit heute angemessen bezahlt?

Die Publizistin Andrea Roedig versucht die Frage in ihrem Essay  
Bildung schadet umfassend zu beantworten.
 "In den letzten Jahren hat sich die fest angestellte Beschäftigung zunehmend auf reine Managementfunktionen konzentriert, das gilt für Zeitungen, Verlage, Universitäten und Bildungseinrichtungen genauso wie für Industriebetriebe. Angestellte Redakteure kommen in der Regel nicht mehr dazu, selber zu schreiben, sie redigieren und koordinieren vornehmlich die Beiträge der frei zuarbeitenden JournalistInnen, deren Honorare drastisch gesunken sind. Für Buchverlage besteht die Hauptbeschäftigung in Programmplanung, Marketing und Vertrieb, das ehemalige Kerngeschäft „Lektorat“ ist nahezu komplett an freie MitarbeiterInnen oder gleich an die AutorInnen selbst ausgelagert. Bildungsträger wickeln ihr Kursprogramm gänzlich über freie Lehraufträge und so genannte „Trainings“ ab."

Viele "Freie" machen da weiter brav mit.
Wie lang eigentlich noch?

Dienstag, 22. April 2014

Wohlstand: Kanada überholt die USA

Die US-Mittelklasse galt bisher als die bestverdienende der Welt. Jetzt haben die Kanadier die USA überholt. Die New York Times ließ dazu eine Studie erstellen. Daraus ein Zitat, das die SZ heute veröffentlichte:

"Die Wissenschaftler haben die Einkommen in verschiedenen Ländern verglichen - und zwar sortiert nach Lohnhöhe. Die untersten fünf Prozent in den USA schneiden dabei besonders schlecht ab. Sie haben sogar weniger Geld zur Verfügung als im Jahr 1980. Die reichsten fünf Prozent der Amerikaner sind dagegegen viel reicher geworden - und haben ihre Führung an der Weltspitze noch weiter ausgebaut."
Graffito in Detroit - die Stadt ist seit Juli 2013 bankrott                                                          Foto: AFP
Und die NSA-Affaire ist Schnee von gestern.

"Die Notwendigkeit eines Gartens"

"Sieh mal, die Gesellschaft, in der du lebst, kann eine Menge lernen durch den Umgang mit Pflanzen, wie sie zum Beispiel auf euren Datschen gezüchtet werden. Ja, ich meine vor allem die Kleingärten und nicht die riesigen, unpersönlichen Felder, über die monströse, unsinnige Maschinen kriechen. Menschen, die ein eigenes Stück Land bearbeiten, geht es besser, und viele von ihnen leben auch länger. Sie werden gütiger und herzlicher."
aus: Wladimir Megre, Anastasia - Tochter der Taiga

"Der Selbstversorger" von Wolf-Dieter Storl


Grundeinkommen fördert soziale Kompetenz!

"Wes Brot ich ess...

...des Lied ich sing!"

Harald Schumann, Redakteur des Tagesspiegel, erklärt im Gespräch mit Tilo Jung, was es mit dem Freihandelsabkommen auf sich hat und warum sich ausnahmslos alle dafür interessieren sollten.


Grundeinkommen stärkt das Gemeinwohl!

Sonntag, 20. April 2014

"In Richtung ewiges Leben"

"Einst orientierte sich alle Lebensführung der Menschen am Weiterleben nach dem Tod. Doch die Hoffnung dieses unermesslichen Versprechens ist abhanden gekommen, an ihre Stelle der Versuch getreten, das Leben mit allen medizinischen Mitteln Richtung Ewigkeit zu verlängern. Doch was es wirklich braucht, ist eine würdige Sterbebegleitung."
 
Abendstimmung am Ammersee                                                                                  Foto: dpa
Die Hoffnung stirbt immer zuletzt!

Mittwoch, 16. April 2014

Die Sommerzeit - ein Trugbild?

"Für viele Menschen beginnt mit der Umstellung auf die Sommerzeit eine sieben Monate lange Phase chronischen Schlafentzugs. Wissenschaftler erklären, warum dagegen nur ein Mittel hilft: den Unfug endlich abzuschaffen."  
Von Peter Spork
Foto: peter-spork.de
"Vor acht Jahren klopften 48 unbefangene junge Leute bei Hans Van Dongen an. Menschen wie sie hatte der Chronobiologe von der University of Pennsylvania, USA, gesucht. Denn sie hatten ein durchschnittliches Schlafbedürfnis von siebeneinhalb Stunden, waren gesund – und bereit, sich zwei Wochen lang in sein Schlaflabor zu begeben. Ihr Beitrag zur Forschung räumt auf mit dem Mythos vom Schlaf als überflüssigem Zeiträuber und bestätigt, dass er ein Quell von Kreativität und Leistungsfähigkeit ist.
Im Labor durften die Probanden acht, sechs oder vier Stunden pro Nacht schlafen. Am Tage mussten sie Tests absolvieren. Nur bei den Ausgeschlafenen blieben die Ergebnisse im Laufe der zwei Wochen auf hohem Niveau. Bei den anderen ließen sie kontinuierlich nach – und zwar umso rascher, je weniger sie schliefen. Van Dongen diagnostizierte „fortschreitende neurokognitive Dysfunktion im Aufmerksamkeitssystem und Arbeitsgedächtnis“. Doch überraschenderweise wurden die Testpersonen mit zu wenig Schlaf nach etwa vier Tagen nicht mehr müder. Gegen Ende des Experiments klagten sie kaum noch über große Schläfrigkeit. Offenbar macht Schlafmangel dumm – und man merkt es nicht einmal.
Damit passen Van Dongens Resultate hervorragend ins Bild der modernen Schlafforschung. Neurobiologen sehen eine der wichtigsten Aufgaben des Schlafs nämlich darin, dem Nervensystem zu helfen, tags gewonnene Eindrücke zu verarbeiten. Kein Wunder, dass inzwischen selbst Manager Schlafseminare buchen und Politiker sich immer seltener damit brüsten, wie wenig Schlaf sie benötigen. Das hindert die Entscheidungsträger jedoch nicht daran, stur und trotz zunehmender Proteste an einem der größten Schlafräuber überhaupt festzuhalten: an der Sommerzeit. Sie wird immerhin einem Viertel der Weltbevölkerung mehr als die Hälfte des Jahres zugemutet. Dabei bringt sie die Menschen in eine Situation, die mit Hans Van Dongens Experiment vergleichbar ist: Ein Teil bekommt genug Schlaf. Die meisten schlafen jedoch allnächtlich ein bisschen zu kurz – und das nicht zwei Wochen, sondern sieben Monate lang. Jedes Jahr im Frühjahr stellen wir unsere Uhren um eine Stunde vor. Angeblich, um Energie zu sparen – das aber wurde längst widerlegt. Dafür wird unser Alltag in einen nach vorne verschobenen äußeren Rhythmus gezwängt. Und das hat ernste Folgen. Die Erforscher der biologischen Zeitmessung, die Chronobiologen, haben nämlich herausgefunden, dass bei erschreckend vielen Menschen der Gang der inneren Uhr nicht zur Sommerzeit passt. Bis diese Menschen die Uhren im Herbst endlich zurückstellen dürfen, werden sie allabendlich zu spät müde, weil es zuvor eine Stunde länger als gewöhnlich hell war. Der Wecker reißt sie dennoch gnadenlos frühmorgens aus den Federn. Auf der Strecke bleiben immer wieder einige Minuten Schlafenszeit.
Fast jedes Lebewesen hat eine biologische Zeitmessung. Die Evolution hat diese inneren Uhren äußerst flexibel gestaltet. Sie ticken von alleine vor sich hin, jedoch nur im ungefähren Tagesrhythmus. Beim Menschen ist der innere Tag im Durchschnitt 24 Stunden und 20 Minuten lang. Um sich auf den 24-Stunden-Tag einzustellen, sind die Bio-Uhren auf Signale von außen, 
sogenannte Zeitgeber, angewiesen. Die helfen ihnen, sich laufend neu zu justieren. Erst dieses perfekt abgestimmte System erlaubt es den Organismen, sich ohne dauerhaften „Jetlag“ an wechselnde Bedingungen anzupassen. Die flexible Uhr ermöglichte es den frühen Menschen zum Beispiel, über den Globus zu wandern und mit schwankenden Tageslängen zurechtzukommen.
Wegen ihrer Flexibilität haben die inneren Uhren auch keine Schwierigkeiten, sich unter normalen Bedingungen binnen ein oder zwei Tagen um ein bis vier Stunden zu verstellen. Anders als die meisten Menschen denken, liegt das wirkliche Problem der Sommerzeit nicht in der Zeitumstellung. Die eine Stunde Unterschied sorgt allenfalls für einen Mini-Jetlag. Der erklärt zwar, warum am Montag danach so viele Unfälle passieren oder mehr Menschen als sonst zum Arzt gehen. Er kann aber nicht verantwortlich dafür sein, dass sich viele den ganzen Sommer hindurch schlapp, unkonzentriert und müde fühlen. Tatsächlich ist eine andere Konsequenz der Zeitumstellung viel drastischer, weil sich unser Körper an sie nicht gewöhnen kann. Unsere inneren Uhren erhalten während der gesamten Sommerzeit – Tag für Tag und Nacht für Nacht – permanent verkehrte Signale zur Nachjustierung. Das unterscheidet die Situation grundsätzlich zum Beispiel von einer Reise nach Griechenland. Auch dabei müssen wir die Uhren zwar eine Stunde vorstellen, die Sonne geht dort aber auch ungefähr eine Stunde früher auf. Bei der Umstellung zur Sommerzeit wandert hingegen nur die äußere, die soziale Uhr, die Tageslichtsignale bleiben unverändert. Genau diese sind aber die wichtigsten Zeitgeber für die inneren, die biologischen Rhythmen. Helles Tageslicht erregt spezielle, erst vor wenigen Jahren entdeckte Sinneszellen in der Netzhaut, Melanopsin-Zellen genannt. Sie sind direkt verdrahtet mit den Dirigenten der inneren Uhren in den Organen und Geweben, den Suprachiasmatischen Nuclei (SCN) im Gehirn.
Das Grundprinzip ist denkbar einfach: Abendliches Licht verlangsamt das innere Tempo, es verhindert, dass wir früh müde werden. Morgendliches Licht beschleunigt die Bio-Uhren, es sorgt dafür, dass der innere Tag rascher zu Ende geht. Wird nun die Zeit eine Stunde vorgestellt, ohne dass die Sonne folgt, verschiebt sich die Balance zwischen innerer und äußerer Zeitmessung. Till Roenneberg, Chronobiologe an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, fand in einer Umfrage bei 55 000 Menschen heraus, dass die inneren Rhythmen auch nach der Umstellung auf die Sommerzeit vor allem den Sonnenuntergangszeiten folgen, die natürlich gleich geblieben sind. Wir werden in Bezug zur äußeren Zeit also eine Stunde später müde als sonst – und das nicht nur am Tag nach der Zeitumstellung, sondern sämtliche sieben Monate, bis die Uhren wieder zurückgestellt werden.
Für Menschen, die von ihren Vorfahren eher schnell gehende innere Uhren geerbt haben, ist das kein Problem. Sie werden ohnehin früh müde und sind morgens auch dann vor dem Weckerklingeln wach, wenn dieser im Bezug zum biologischen Tag eine Stunde früher dran ist. Doch diese sogenannten Lerchen sind mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 15 Prozent deutlich in der Minderheit. Selbst die normalen Chronotypen, die mit rund 65 Prozent die große Mehrheit der Bevölkerung ausmachen, kommen mit der Umstellung kaum zurecht. Ganz zu schweigen von den „Eulen“ (etwa 20 Prozent) mit tendenziell sehr langsam gehenden inneren Uhren. Sie alle leben im „sozialen Jetlag“ wie Roenneberg es formuliert. Während der Arbeitswoche werden sie abends nicht rechtzeitig müde und müssen morgens zu früh aufstehen. Am Wochenende versuchen sie dann, so gut es geht, den verloren gegangenen Schlaf aufzuholen. „Fast zwei Drittel der Menschen leiden unter der Arbeitswoche an Schlafentzug“, sagt Roenneberg. Bei einem Viertel betrage der allnächtliche Schlafmangel mehr als eine halbe Stunde.
Dieses Problem, das wegen der hierzulande üblichen frühen Schul- und Arbeitszeiten ohnehin besteht, verschärft die Sommerzeit drastisch. Besonders stark trifft das jüngere Menschen, die biologisch bedingt Morgenmuffel sind. Erst im Alter werden die meisten von uns zu „Lerchen“. Und wer meint, das Tageslicht könne man doch einfach austricksen und früher zu Bett gehen, sei auf eine weitere Auswertung der Münchner Datenbank hingewiesen: Wenn sie nicht arbeiten müssen, schlafen die Menschen im äußersten Osten Deutschlands im Durchschnitt 34 Minuten früher ein als im äußersten Westen, wo die Sonne 36 Minuten später untergeht.
Über die Vorschläge einiger Politiker, die Sommerzeit ganzjährig beizubehalten, braucht man angesichts dieser Resultate nicht zu diskutieren. Sie zeugen von erschreckender Naivität. Im Gegenteil: Die Sommerzeit muss endlich abgeschafft werden! Davon würde die große Mehrheit der Menschen mit normalem und eulenhaftem Chronotyp klar profitieren, ohne dass die Minderheit des frühen Chronotyps leiden müsste. Diese Lerchen werden durch eine Beibehaltung der Normalzeit allenfalls am Wochenende so früh müde, dass sie Abendveranstaltungen weniger genießen können – ein vergleichsweise nachrangiges Problem. Die Abschaffung der Sommerzeit würde die meisten Menschen gesünder, schlauer und fitter machen – und nebenbei Geld sparen, weil die aufwendige Umstellung öffentlicher Uhren, die Anpassung von Schicht-, Fahr- und Dienstplänen und vieles mehr wegfallen würde. Warum übernehmen deutsche Politiker also keine Vorreiterrolle? Sie sollten endlich die Argumente aus der Wissenschaft ernst nehmen und andere EU-Länder mitreißen. Sonst könnte ihnen jemand zuvorkommen: Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat im Herbst 2009 in einer Grundsatzrede angekündigt, sich mit der Abschaffung der Sommerzeit auseinanderzusetzen.
Wahrscheinlicher ist allerdings, dass mal wieder gar nichts passiert. Dann bleiben uns nur noch zwei Möglichkeiten: Entweder wir passen unseren Lebensrhythmus an Länder an, die noch weiter westlich in der Zeitzone leben, zum Beispiel Spanien. Dort beginnen Schule und Arbeit später, es gibt eine Siesta, und das Abendessen beginnt frühestens um 21 Uhr. Oder wir simulieren uns passendere Sonnenauf- und -untergänge, setzen uns morgens im Büro vor eine Lichttherapie-Lampe und laufen abends mit Sonnenbrille herum."

erschienen in: bild der wissenschaft 4/2010, S. 32-34

Dienstag, 15. April 2014

Achtung - bitte möglichst wenig...

 ...hören, sehen, sprechen!

Foto: picture-alliance / beyond/beyond
Funktioniert das noch, im heutigen Büroalltag?
Nach Studie einer US-Wissenschaftlerin können Büroangestellte im Schnitt drei Minuten an einem Vorgang arbeiten ohne abgelenkt zu werden.

Montag, 14. April 2014

"Nie wieder arbeiten? Das Grundeinkommen für jeden"

Unter diesem Titel brachte der Bayerische Rundfunk am 7. April zur besten Sendezeit einen Film über das BGE. Hier zu sehen. Auch wenn es von den Filmemachern so vielleicht nicht intendiert war, wird mit der Überschrift suggeriert, dass das Grundeinkommen gleichbedeutend sei mit "nie wieder arbeiten", wozu - ganz nebenbei gesagt - die meisten Menschen gar nicht fähig wären, sonst würden nicht doppelt so viel Stunden ehrenamtlich erbracht werden, wie an Erwerbsarbeit geleistet wird. Trotzdem wird dieses Mantra gebetsmühlenartig wiederholt. 
Foto: imgriff.com
Nie wieder arbeiten? Wer könnte das schon? 
Seien wir mal ehrlich: Nie wieder arbeiten käme fast einer Bestrafung gleich. Das eigentliche Problem besteht heute darin, dass viele Menschen ihre Arbeit wie eine Last empfinden, von der sie lieber heute als morgen befreit wären. Woran liegt das? Weil die meisten Menschen wenig Sinn sehen, in dem, was sie tun. Sie tun es des Geldes wegen. Kaum ein Mensch arbeitet für sich, die meisten arbeiten fremdbestimmt und werden zudem immer ungerechter bezahlt. Dem verweigern sich immer mehr Menschen, um nicht krank zu werden. Darin besteht die eigentliche Krise der heutigen Arbeitsgesellschaft. Sinnvolle Arbeit in Gemeinschaft und auf Augenhöhe beglückt die Menschen dagegen. Wer nicht arbeitet, steht draußen. Arbeit bedeutet Anerkennung. Und wer sich an einem ernsthaften Diskurs über das BGE beteiligen will, sollte solche Überlegungen tunlichst einbeziehen!

Graffiti                                                                    Foto: contraste.org

Freitag, 11. April 2014

Wer hat Angst vor Edward Snowden?

"Im Bundestag will Edward Snowden erklären, wie Amerikas NSA die Bundesrepublik ausspähte. Doch ausgerechnet Kanzleramt und Spionageabwehr versuchen zu verhindern, dass der Enthüller nach Berlin kommt. Was sind die Gründe für diese Entscheidung?"
Warum plötzlich so mutlos, Frau Bundeskanzlerin?

Donnerstag, 10. April 2014

Wer Verantwortung für...

...das eigene Leben übernimmt, benötigt keine Sündenböcke. Vor allem ist es hilfreich, wenn der Mensch schon früh lernt, zu reflektieren und zu differenzieren. Überhaupt kommt der Sprache, bzw. dem Gespräch in vielen Situationen und Bereichen eine besondere Bedeutung zu. Wer gut reden und aufmerksam zuhören kann, dem öffnen sich viele Türen häufig schneller und leichter. Das Interview mit Gesine Schwan macht deutlich, mit welchen Schwierigkeiten sich junge Leute heutzutage auseinanderzusetzen haben.


Wohin steuert unsere Gesellschaft?

"Dröhnende Ahnungslosigkeit"

"Wenn das zur Urteilsfindung notwendige Wissen in der Zeitung steht, ist es schwierig, sich hinter Ahnungslosigkeit zu verschanzen."
kommentiert Ulrike Winkelmann in der taz

Brandon Bryant, früherer US-Drohnenpilot:
 „Ohne Deutschland wäre der gesamte Drohnenkrieg des US-Militärs nicht möglich.“ 
US-Soldat präsentiert Drohne.                                                                                   Foto: reuters
Verletzt die Bundesregierung das Grundgesetz?

Mittwoch, 9. April 2014

"Ein seltsamer Rücktritt"

Bevor der NSA-Untersuchungsausschuss seine Arbeit beginnt, tritt dessen Vorsitzender zurück. Warum eigentlich? Welche Wirksamkeit hat dieser Untersuchungsausschuss jetzt noch? Ist die Bundesregierung überhaupt an einer Aufklärung des Sachverhalts interessiert?
Lisa Caspari stellt dazu in der Zeit einige Überlegungen an.


Wer regiert dieses Land eigentlich, Frau Merkel?

"Ende der Maßlosigkeit"

Der EuGH hält die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung für verfassungswidrig. Heribert Prantl bezeichnet das in seinem Kommentar als eine Zeitenwende für die Grundrechte Europas.


Werden sich die Geheimdienste daran halten?

Montag, 7. April 2014

Die Ausstellung "Evidence" im Martin Gropius Bau...

...ist ein sehenswerter Beitrag zum Verständnis chinesischer Kultur. Dass ausgerechnet die chinesische Regierung 
einem der wichtigsten Vertreter chinesischer Kunst und Kultur 
die Reise zu seiner Ausstellung verwehrt, zeigt, dass deren Politik gescheitert ist. Denn in einer Welt, wo alles mit allem verknüpft ist, haben Machtmonopole keine Zukunft. Dies gilt auch für Washington, Moskau, Brüssel, Berlin, et cetera, denn Macht wird Euch - die Ihr manchmal besoffen davon werdet - immer nur auf Zeit verliehen, vergeßt das nie!

 
Für Ai Weiwei Freiheit, Gesundheit und Erfolg!

Freitag, 4. April 2014

Hoffnung schimmert auch aus den Geheimdiensten

Wenn man bedenkt, dass Edward Snowden dazu gehörte - bis sein Gewissen nicht mehr mitmachte. Ähnlich erging es Brandon Bryant, der fünf Jahre vom Irak und den US-Bundesstaaten New Mexico und Nevada aus Drohnenangriffe steuerte. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte Bryant, dass ohne Ramstein die Einsätze nicht möglich wären. 

US-Air Base Ramstein in Rheinland-Pfalz                                                          Foto: Wikimedia.org

Sein Land missbrauche das Vertrauen der Deutschen. Bis zu seinem Ausstieg - ebenfalls aus Gewissensgründen - verantwortete Bryants Einheit 1262 gezielte Tötungen. Der Ex-Pilot würde sofort vor dem deutschen NSA-Untersuchungsausschuss aussagen. Er wurde bisher nicht gefragt.

Drohnenpiloten im US-Staat New Mexico                                                              Foto: Reuters
Geheimdienstleute - hört auf Euer Gewissen!

Deutscher Generalbundesanwalt ein Donut-Bäcker?

In seinem heutigen Kommentar bezeichnet
 die Einsetzung des NSA-Untersuchungsausschusses im Bundestag als die wichtigste Veranstaltung zum 65. Jahrestag des Grundgesetzes. Den Generalbundesanwalt sieht der Kommentator als den Vorsteher einer Donut-Bäckerei, weil seine Behörde es zugelassen habe, dass das Grundgesetz in der Mitte ausgehöhlt wurde und noch immer wird. Deutlicher kann das Versagen der deutschen Justiz wohl kaum beschrieben werden!

Verfassungsorgane im Zwiegespräch                                                 Foto: Süddeutsche Zeitung       

Wer schützt dies Land vor seinen Verfassungsorganen?

Mittwoch, 2. April 2014

Die große Umverteilung...

...von fleißig nach reich spüren immer mehr von uns. Die Folge: das Geld wird knapp. Die meisten haben das bisher tapfer beschwiegen, aus Scham oder weil das eventuell als indivuduelles Versagen gewertet werden könnte. Doch nun beginnen die Leute ganz offen darüber zu reden und merken urplötzlich, dass nicht nur sie allein betroffen sind.

Denn 90% verlieren bei dieser Umverteilung!

Foto: pa / Denkou Images
Und damit die Bevölkerung schön angespannt bleibt, wird mal wieder mit den Säbeln gerasselt (West/Ost) oder schon mal auf das bevorstehende Großbeben (Pazifische Küste) hingewiesen. Aber auch die Fußball-WM in Brasilien zieht Aufmerksamkeit ab von global wichtigen Themen. Dies und vieles mehr soll die Menschheit möglichst davon abbringen, über den alltäglichen Wahnsinn des Politik- und Wirtschaftsgetriebes nachzudenken. 
Doch funktioniert das längst nicht mehr so wie einst, als die Untertanen wie Kaninchen vor der Schlange bzw. Obrigkeit erstarrten. Zu dumm auch - aber nur für jene 10%, die immer gewinnen!
 Grundeinkommen ist dagegen eine echte Option!

Die Gewerkschaft verdi fordert nur Almosen...

...und bekommt selbst die nicht zugestanden.
Sehen so Tarifverhandlungen auf Augenhöhe aus? 
Gewählte Arbeitnehmervertreter lassen sich von öffentlichen Kassenverwaltern am Nasenring durch die Arena führen und verkaufen das mit Hilfe der Leitmedien als großen Erfolg. Wer da Kritik übt, hörte früher oft den Satz "Wenn es Dir nicht gefällt, dann hau' doch ab nach drüben!" Solche Sprüche sind heutzutage allerdings obsolet. Das lassen sich aufgeklärte Menschen nicht mehr bieten - oder etwa doch?

Warnstreik auf dem Frachthof des Flughafens Hannover                                     Foto: dpa  

Verräterisch sind auch diese Zeilen:

Der Tarifabschluss liegt recht nah an der Gewerkschaftsforderung: Die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen dürfen sich auf deutlich mehr Lohn und Gehalt freuen. Besonders Kleinverdiener profitieren. (SZ)

Die klare Botschaft: Vogel friss oder stirb!

Dienstag, 1. April 2014

"V-Mann mit Verräterkomplex"

Was auf den ersten Blick wie ein Aprilscherz anmutet, ist in Wirklichkeit bitterer Ernst. Annette Ramelsberger berichtet in der Süddeutschen Zeitung vom 100. Verhandlungstag des NSU-Prozess. Wie der Verfassungsschutz Steuergelder einsetzte, um den rechtsradikalen Tino Brandt bei Laune zu halten.

Foto: dapd
Ebenfalls kein Aprilscherz ist die folgende Schlagzeile:

Langzeitarbeitslose vom Mindestlohn ausgenommen

Foto: Imago Stock&People  

  Was sich in den Koalitionsverhandlungen bereits angekündigt hatte, wird nun als Gesetzvorlage eingebracht: die Mogelpackung par exellence!

"Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!" 

sagte einst Bertolt Brecht

Die Zeitumstellung...

...könnte ein Anstoss dazu sein, kleine Änderungen in täglichen Abläufen und Verrichtungen vorzunehmen. Statt die gute alte Gewohnheit zu pflegen, mal ein neues Ziel ansteuern. Statt sich mit allem Möglichen vollzustopfen, die gesunde Ernährung bevorzugen.
Und nicht zuletzt: Sich trauen, bei einem Potsdamer Pilotprojekt mitzumachen!

Landschaft bei Ulm nach einem reinigenden Regenschauer...
Grundeinkommen ernsthaft in den Blick nehmen!