Die Initiative Grundeinkommen Potsdam verfolgt das Ziel, in der Stadt, wo Toleranz Tradition hat, dem Bedingungslosen Grundeinkommen einen Schritt näher zu kommen. Wir wollen praktische Erfahrungen sammeln, für die Einführung des BGE auf nationaler und internationaler Ebene. Bekanntlich lernt der Mensch am nachhaltigsten durch Versuch und Fehler. Wer eine positive Einstellung zum BGE hat und uns auf diesem Weg begleiten will, sollte hier ab und zu mal reinschauen!

Montag, 14. April 2014

"Nie wieder arbeiten? Das Grundeinkommen für jeden"

Unter diesem Titel brachte der Bayerische Rundfunk am 7. April zur besten Sendezeit einen Film über das BGE. Hier zu sehen. Auch wenn es von den Filmemachern so vielleicht nicht intendiert war, wird mit der Überschrift suggeriert, dass das Grundeinkommen gleichbedeutend sei mit "nie wieder arbeiten", wozu - ganz nebenbei gesagt - die meisten Menschen gar nicht fähig wären, sonst würden nicht doppelt so viel Stunden ehrenamtlich erbracht werden, wie an Erwerbsarbeit geleistet wird. Trotzdem wird dieses Mantra gebetsmühlenartig wiederholt. 
Foto: imgriff.com
Nie wieder arbeiten? Wer könnte das schon? 
Seien wir mal ehrlich: Nie wieder arbeiten käme fast einer Bestrafung gleich. Das eigentliche Problem besteht heute darin, dass viele Menschen ihre Arbeit wie eine Last empfinden, von der sie lieber heute als morgen befreit wären. Woran liegt das? Weil die meisten Menschen wenig Sinn sehen, in dem, was sie tun. Sie tun es des Geldes wegen. Kaum ein Mensch arbeitet für sich, die meisten arbeiten fremdbestimmt und werden zudem immer ungerechter bezahlt. Dem verweigern sich immer mehr Menschen, um nicht krank zu werden. Darin besteht die eigentliche Krise der heutigen Arbeitsgesellschaft. Sinnvolle Arbeit in Gemeinschaft und auf Augenhöhe beglückt die Menschen dagegen. Wer nicht arbeitet, steht draußen. Arbeit bedeutet Anerkennung. Und wer sich an einem ernsthaften Diskurs über das BGE beteiligen will, sollte solche Überlegungen tunlichst einbeziehen!

Graffiti                                                                    Foto: contraste.org

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