In der Diskussion über das bedingungslose Grundeinkommen fällt auf, dass Kritiker oder Bedenkenträger häufig dieselben Worthülsen benutzen: "Stilllegungsprämie, ...dann würde ja niemand mehr arbeiten, ...und wie soll das finanziert werden? wer macht denn dann die Drecksarbeit? das ist ja ungerecht" undsoweiter...
Rein psychologisch gesehen sind das Projektionen, die mehr mit der eigenen Verzagtheit zu tun haben, als mit der realen Situation. Denn manche Menschen können sich nur schwer vorstellen, dass ihre Mit-Menschen andere Vorlieben, Werte, Talente, Geschmäcker, Stärken oder Schwächen haben, zum Leidwesen aller.
Ein kleines Beispiel: Beim Aufräumen stößt der Mensch oft auf Dinge, deren er überdrüssig ist. Die einen tun das dann in den Müllcontainer, die anderen stellen sie neben den Container und ziehen in Erwägung, dass in der Nachbarschaft jemand wohnt, der sich an dem ungeliebten Krempel erfreut, bzw. die Dinge noch zu was nutzen kann. Für den einen ist das Glas noch halbvoll - für den anderen schon halbleer.
So auch mit dem bedingungslosen Grundeinkommen. Ließe mancher Mensch seine Verzagtheit hinter sich, eröffnete sich ihm eine neue Perspektive. Dem einen macht das Angst, dem anderen Mut. Hören wir also möglichst genau hin, wenn Kritik am bedingungslosen Grundeinkommen laut wird - und seien wir selbst um Differenzierung bemüht!
Die Initiative Grundeinkommen Potsdam verfolgt das Ziel, in der Stadt, wo Toleranz Tradition hat, dem Bedingungslosen Grundeinkommen einen Schritt näher zu kommen. Wir wollen praktische Erfahrungen sammeln, für die Einführung des BGE auf nationaler und internationaler Ebene. Bekanntlich lernt der Mensch am nachhaltigsten durch Versuch und Fehler. Wer eine positive Einstellung zum BGE hat und uns auf diesem Weg begleiten will, sollte hier ab und zu mal reinschauen!
Freitag, 10. Mai 2013
Aufruf zum endgültigen Abschied von der Verzagtheit!
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