Die Initiative Grundeinkommen Potsdam verfolgt das Ziel, in der Stadt, wo Toleranz Tradition hat, dem Bedingungslosen Grundeinkommen einen Schritt näher zu kommen. Wir wollen praktische Erfahrungen sammeln, für die Einführung des BGE auf nationaler und internationaler Ebene. Bekanntlich lernt der Mensch am nachhaltigsten durch Versuch und Fehler. Wer eine positive Einstellung zum BGE hat und uns auf diesem Weg begleiten will, sollte hier ab und zu mal reinschauen!

Donnerstag, 13. März 2014

Die Generation Y: Der Ruf nach dem Sinn

Eine Generation sucht nach ihrer Bestimmung und fühlt sich missverstanden. Wir wollen arbeiten. Nur anders. Mehr im Einklang mit unseren Bedürfnissen. Wir sind die Generation Y. Der folgende Beitrag stützt sich mit direkten Zitaten auf dem am 10. März 2014 erschienenen Zeit-Artikel 
Quelle: www.paul-entwicklung.de
Man nennt uns Generation Y, weil wir nach der Generation X geboren sind, also zwischen 1980 und 1995, und Y im Englischen ausgesprochen wird wie why, "warum" (da wir alles hinterfragen). Sind wir eine verlorene Generation, nur weil wir Arbeit anders auffassen? Der Vorwurf liegt immer im Raum, wir seien faul. Das Gegenteil ist der Fall. Uns treibt der Gedanke fleißig zu sein, Spuren zu hinterlassen, unsere Fähigkeiten sinnvoll in die Gesellschaft einzubringen, sprich: Wir wollen etwas bewegen, ABER anders. Wir haben eine andere Vorstellung von Arbeit, als wie unsere Eltern es vorleben. Was bringt es 40 Jahre durchzuackern, nur um im Nachhinein zu sagen: „Ich habe ja mein Leben lang gearbeitet“, aber Dinge wie Familie, Freunde und Hobbies vernachlässigt? Ist das der Sinn des Lebens? Die Generation Y möchte auch arbeiten, nur eben anders.
Selbstverwirklichung steht da ganz oben, wird aber als egoistische Eigenschaft gesehen. Doch ist Selbstverwirklichung nicht gesellschaftlich wichtig? Ist es nicht wichtig eigene Talente zu erkennen, sich zu verbessern und das zu machen, was man für sinnvoll hält, damit man ein Stück die Gesellschaft voranbringen kann? Einfach nützlich sein. Die Generation Y möchte Dinge ändern. Wir sind keine Generation aus Karriereverweigerern, wir definieren Karriere bloß anders als frühere Generationen. 
Quelle: www.suchebiete.com
Was uns Politik und Wirtschaft vorleben, also dass der schwächere verliert und man mit dem Ellenbogen Führungsetagen erklimmen soll, das ist für uns nicht erstrebenswert. Viele sind an der Sache interessiert, aber nicht so sehr an der Macht. Wir leben in einer Zeit, in der sich unsere Welt immer mehr zu einer Kultur- und Kreativgesellschaft entwickelt, darum brauchen Unternehmen die besten Talente, die kreativ denken und bereit sind, Etabliertes grundsätzlich infrage zu stellen. Die Wirtschaft verschenkt ihr Potential, wenn Jungakademiker oder gut ausgebildete Fachkräfte arbeitslos sind und keine Möglichkeit haben sich produktiv in den Gesellschaftsprozess einzubringen. Nicht selten führt dies zum neuen Phänomen: Quarterlife-Crisis. Wir sind die am besten ausgebildete, die internationalste und vielsprachigste Generation, die jemals die Arbeitswelt betreten hat. Das jetzige System bietet nur bedingt die Möglichkeit dieses Potential voll auszuschöpfen. Es wird von Krise geredet, Krisen sind auch eine Möglichkeit für Veränderung. Aber der jetzige Weg scheint ja alternativlos zu sein.
Was erwarten wir eigentlich von einem Arbeitsplatz? Jedenfalls keinen Dienstwagen mit Vollausstattung, keinen Privatparkplatz in der Firmengarage und auch kein aufgeglastes Eckbüro mit Ausblick….Harte Anreize wie Gehalt, Boni und Aktienpakete treiben uns weniger an als die Aussicht auf eine Arbeit, die Freude macht und einen Sinn stiftet. Sinn zählt für uns mehr als Status. Doch dieses Denken wird von der vorherigen Generation als Weicheidenken bezeichnet. Wenn es soweit ist, verändern wir Wirtschaft und Gesellschaft lautlos und schleichend, aber danach wird die Berufswelt eine andere sein.
Quelle: www.gentleman-blog.de

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